🔁rclone sync im Debugger
rclone sync /srv/daten b2:backup-bucket/daten in neun Schritten: Vergleichs-, Kopier- und Löschphase. Das Beispiel enthält eine echte Falle, die rclone und rsync gleichermaßen betrifft.
🐞Schritt-Debugger
| Pfad | 💻 /srv/daten | ☁️ b2:backup-bucket/daten | Entscheidung |
|---|---|---|---|
| fotos/berg.jpg | … | … | ? |
| fotos/neu.jpg | … | … | ? |
| fotos/strand.jpg | … | … | ? |
| geloescht.txt | … | … | ? |
| liste.txt | … | … | ? |
#… = Inhaltskennung (steht für den SHA-1). Zeiten sind Beispielwerte.
Befehl und Remote auflösen
b2: ist kein Pfad, sondern der Name eines Remotes aus rclone.conf. rclone lädt den Abschnitt [b2] (type = b2, Schlüssel) und initialisiert das Backend. Die Quelle /srv/daten ist ein lokaler Pfad. Wichtig: bei rclone wird immer der Inhalt synchronisiert – einen Slash-Unterschied wie bei rsync gibt es nicht.
[b2] type = b2 account = <KEY_ID> key = <APPLICATION_KEY>
Parallelität
Hier sind es nur 4 Dateien – bei Tausenden laufen alle Plätze gleichzeitig.
🧮Planer: dieselben Dateien, anderes Ziel
Gemeinsamer Hash lokal ↔ Backblaze B2: sha1 · ModTime beim Ziel: R/W
| fotos/berg.jpg | Zeitstempel setzen | Mtime verschieden, aber sha1 gleich |
| fotos/neu.jpg | kopieren (neu) | fehlt im Ziel |
| fotos/strand.jpg | überspringen | Größe und Mtime gleich |
| liste.txt | überspringen | Größe und Mtime gleich |
| geloescht.txt | löschen | fehlt in der Quelle |
--delete-after (Standard) ist am sichersten. --delete-during ist schneller, --delete-before schafft vorher Platz.--dry-run oder --interactive zeigen, was gelöscht würde. Ein vertauschtes Quell-/Zielpaar löscht sonst das Original.rclone cryptcheck verschlüsselt die lokalen Daten testweise mit der Nonce aus dem Ziel und vergleicht die Prüfsummen.🧾Alles in einem Befehl – für die tägliche Sicherung
rclone sync /srv/daten tresor:daten \ --filter-from /etc/rclone/regeln.txt \ --backup-dir tresor:alt/$(date +%F) \ --transfers 8 --checkers 16 \ --bwlimit "08:00,2M 20:00,off" \ --log-file /var/log/rclone-backup.log -v
--backup-dir muss auf demselben Remote liegen wie das Ziel (hier tresor:) und darf das Zielverzeichnis nicht überlappen. So bleibt jede überschriebene oder gelöschte Datei als Version erhalten.